Feuerwehr wieder auf Kurs

Tagbereitschaft verbessern / Gerätehausanbau hat sich verzögert / 1500 Einsatzstunden.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Jürgen Bleile (links) und Bürgermeister Rüdiger Ahlers (rechts) ernannten Kommandant Daniel Burgert (Zweiter von links) zum Haupt- und seinen Stellvertreter Markus Steck zum Oberbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Münstertal. Foto: E. Gross

MÜNSTERTAL. 49 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Münstertal im vergangenen Jahr zu absolvieren. Sie wünscht sich eine Verbesserung der Tagbereitschaft, damit es nicht zu Engpässen kommt. Kameradschaft und Kollegialität wurden wieder hergestellt und eine gute Zusammenarbeit der Abteilungen erfolgreich geschafft.

Sehr harmonisch verlief die diesjährige Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Münstertal, die im Foyer der Belchenhalle stattfand und aus der deutlich wurde, dass die in den vergangenen Jahren teilweise aufgetretenen Unstimmigkeiten zwischenzeitlich ausgeräumt und die Zusammenarbeit verbessert werden konnten. Daniel Burgert, der im November 2015 gewählte Kommandant der Gesamtwehr, bezeichnete sein erstes Kommandantenjahr als „spannend und lehrreich“. Es sei jedoch gemeinsam gelungen, die vielen Herausforderungen und Aufgaben zu meistern und beide Abteilungen wieder zu einer schlagkräftigen örtlichen Feuerwehr zusammenzuführen. Um auch künftig eine leistungsfähige Münstertäler Wehr zu haben, seien Zusammenarbeit und Kollegialität notwendig. Diese Voraussetzungen lägen erfreulicherweise inzwischen wieder vor.

Die Jahresbilanz: 49 Einsätze
Im vergangenen Jahr musste die Feuerwehr zu insgesamt 49 Einsätzen der verschiedensten Art ausrücken, wie Kommandant Burgert in seinem Jahresbericht feststellte. Diese reichten von der Bekämpfung kleinerer Brände bis zur Hilfestellung bei einem Verkehrsunfall und der Beseitigung von Unwetterschäden. Bei dem Verkehrsunfall galt es, einen im Neumagen liegenden Pkw zu bergen, dessen Fahrer zunächst nicht auffindbar war und erst kurze Zeit später von der Polizei aufgegriffen werden konnte. Auch als der Abteilungswehr Untermünstertal bei der Weihnachtsfeier ihr Essen serviert wurde, erfolgte eine Alarmierung; hier sprang die Abteilung Obermünstertal ein und konnte bei einem Balkonbrand Schlimmeres verhüten. Insgesamt leisteten die Feuerwehrleute im Berichtsjahr 1538 Einsatzstunden.

Ein Schwerpunkt war die Aus- und Fortbildung; hierzu wurden 31 allgemeine Proben und verschiedene Sonderproben abgehalten und mehrere Lehrgänge absolviert. Am Jahresende 2016 bestand die Gesamtwehr aus 72 aktiven Angehörigen zuzüglich Jugendfeuerwehr und Altersabteilung. Damit, so der Kommandant, könne der Brandschutz grundsätzlich als gesichert angesehen werden; dies jedoch nur während der Abend- und Nachtstunden. In der Tagbereitschaft könne es jedoch zu Engpässen kommen, da viele Wehrmänner ihren Arbeitsplatz außerhalb der Gemeinde haben. Es sei daher notwendig, dies zu verbessern.

Die Gerätehäuser: Noch im Bau
Schon vor geraumer Zeit wurde mit dem Anbau an das Gerätehaus Untermünstertal begonnen, jedoch hätten sich inzwischen bauliche Verzögerungen ergeben, so dass mit der Fertigstellung erst bis Mitte/Ende März gerechnet werden könne. Die offizielle Einweihung werde mit einem Tag der offenen Tür verbunden. Auch bei der geplanten Erweiterung des Gerätehauses Obermünstertal hätten sich baurechtliche Fragen ergeben, jedoch rechne man mit einem Arbeitsbeginn für die vorgesehene zweite Garage in einigen Wochen.

Einblicke in das Geschehen der Jugendfeuerwehr gab Jugendwart Andreas Ortlieb. Derzeit besteht die Jugendwehr aus neun Jungen und einem Mädchen. Infolge der Umbauarbeiten am Feuerwehrhaus richtete sich die Jugend im Obergeschoss neue Räume ein. Höhepunkt im vergangenen Jahr war die Ausrichtung des Jugendzeltlagers mit 90 Teilnehmern, auch aus Frankreich.

Das Lob des Bürgermeisters
In Anwesenheit einiger Gemeinderatsmitglieder lobte Bürgermeister Rüdiger Ahlers die erfolgreich praktizierte Zusammenarbeit beider Abteilungswehren und sprach den Wehrführern Daniel Burgert und Markus Steck Dank und Anerkennung aus. Gleichzeitig sprach sich der Bürgermeister dafür aus, Anreize zu schaffen, um die Jugend für den Eintritt in die Feuerwehr zu interessieren. Stefan Wiesler von der Bergwacht Münstertal, die in bewährter Weise für die Bewirtung sorgte, dankte, auch im Namen des Malteser-Hilfsdienstes, für die gute Zusammenarbeit der drei Rettungsorganisationen.

Über weitere Ehrungen und Beförderungen werden wir noch berichten.