20 Jahre unter einem Dach

Feuerwehr, Bergwacht und Malteser geben beim Tag des Retters in Münstertal Einblicke in ihre Arbeit.

Zum Glück nur eine Übung: Die Einsatzkräfte zeigen, was sie können. Foto: Eberhard Groß

MÜNSTERTAL. Der diesjährige „Tag des Retters“, den die Münstertäler Rettungsorganisationen zum siebten Mal gemeinsam gestalteten, wurde zu einer eindrucksvollen Präsentation von Feuerwehr, Bergwacht und Maltesern, die ihre Aufgaben und Leistungen zeigten. Zahlreiche Besucher fanden den Weg ins Rettungszentrum im Gufenbachweg, wo die Rettungsorganisationen seit 20 Jahren gemeinsam arbeiten.

Unter dem Motto „365 Tage im Jahr immer für Sie da“ stand der gemeinsam von der örtlichen Feuerwehr, der Bergwacht-Ortsgruppe und den Maltesern gestaltete diesjährige „Tag des Retters“. Dabei bestand besonderer Grund zur Freude, denn alle drei Rettungsorganisationen sind seit 20 Jahren unter einem gemeinsamen Dach vereinigt. Sie hatten zusammen ein Programm vorbereitet, das nach der Eröffnung durch den Feuerwehrkommandanten Markus Steck mit einem Frühschoppenkonzert der Seniorenkapelle Münstertal eingeleitet wurde, die es verstand, die Besucher mit gern gehörten Melodien zu unterhalten.

Im Bereich des Rettungszentrums zeigten die drei Organisationen ihre im Bedarfsfall zum Einsatz kommenden Fahrzeuge und Einrichtungen. Die Feuerwehr war vertreten mit ihren sechs Lösch- und Tankfahrzeugen, die Einblicke ermöglichten in ihre technischen Möglichkeiten und Ausrüstung. Zu ihnen gesellte sich auch der Gelenkmast der Feuerwehr Staufen als ein Blickpunkt im Fahrzeugpark. Die Bergwacht-Ortsgruppe zeigte ihre Einsatzfahrzeuge, ein VW T 5 als Spezialausführung sowie das All Terrain Vehicle (ATV) für den Einsatz in schwierigem Gelände. Die befreundete Bergwacht Schönau war vertreten mit ihrem „Side by Side“. Der örtliche Malteser-Hilfsdienst (MHD) öffnete das Innere sowohl ihres Kranken- als auch ihres Rettungstransportwagens (KTW und RTW) für die neugierigen Blicke der Besucher.

Ein „Dreigestirn“, das zusammengehört

Sowohl Gesamtkommandant Markus Steck als auch der Abteilungsleiter Mathias Riesterer sowie die Vorsitzenden der Bergwacht-Ortsgruppe, Lino Gröning, und Benjamin Feige vom MHD standen mit ihren Mitstreitern für Auskünfte gerne zur Verfügung. Markus Steck bezeichnete das 20-jährige gemeinsame Rettungszentrum als „etwas, was zusammengehört“ und sich bewährt habe. Auch Münstertals Bürgermeister Rüdiger Ahlers nannte das Zentrum ein „Dreigestirn“ und Besonderheit. Er dankte den Rettungsorganisationen für ihre Dienste an 365 Tagen im Jahr zum Wohle der Bevölkerung. Ahlers würdigte gleichzeitig die Jugendarbeit aller drei Einrichtungen und rief die junge Generation dazu auf, „Teil des Teams zu werden“, zumal es immer schwieriger werde, ehrenamtliche Mitglieder zu finden. Zum „Rettertag“ war auch die Diözesanleiterin des MHD-Hilfsdienstes der Erzdiözese Freiburg, Freifrau Elisabeth von Spies ins Münstertal gekommen, um durch ihre Anwesenheit die Bedeutung der Rettungsorganisationen für die Allgemeinheit zu unterstreichen.

Nicht nur die Erwachsenen interessierten sich für das Innenleben der Fahrzeuge, auch die kleinen Besucher waren von den technischen Ausrüstungen in ihren Bann gezogen, zumal Gelegenheit bestand, auch in den Einsatzfahrzeugen Platz zu nehmen. Die Kinder und Jugendlichen hatten außerdem ihren Spaß an verschiedenen Angeboten, von der Hüpfburg bis zu den Spritzaktionen und Wasserspielen.

Großes Interesse fanden bei den Besuchern auch die Schauübungen, darunter der simulierte Verkehrsunfall, bei dem die Feuerwehr die Insassen aus dem beschädigten Fahrzeug befreien und dem MHD zur weiteren Versorgung übergeben musste. Bemerkenswert waren die von der Bergwacht demonstrierte Bergrettungsübung mit einer Horizontalseilbahn, und nicht zuletzt die Vorführungen der Jugendwehr.

Für das leibliche Wohl der Veranstaltungsbesucher sorgten in bewährter Weise die Aktiven der Rettungsorganisationen mit verschiedenen Angeboten, wobei auch das „Durstlöschfahrzeug“ des Partymobils Ebner gute Dienste leistete. Der Erlös des Rettertages kommt laut Aussage von Kommandant Steck und der Leiter von Bergwacht und MHD der Jugendarbeit der Feuerwehr zugute. Der Tag des Retters war auch verbunden mit der offiziellen Übergabe des erweiterten Feuerwehrgerätehauses an die Feuerwehr, worüber wir noch berichten werden.

© veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Di, 25. September 2018, Autor: Eberhard Groß